Oh, Schreck. Der Reiter ist weg!

D.Tenzer| 29. September 2009 22:12

Das Reiterdenkmal von Windhoek: 97 Jahre stand's am selben Fleck - jetzt ist's weg.

97 Jahre lang blickte der Reiter von seinem Ross auf Windhoek herab. Heroisch. Stolz. Deutsch. Seit dem 20. August 2009 ist der Reiter weg. Christo-like wurde er in Folie eingewickelt, vom Sockel gehoben und abtransportiert. Um Platz zu machen für ein Unabhängigkeitsmuseum. Im kommenden Jahr soll das Denkmal dann wenige hundert Meter entfernt wieder aufgestellt werden. Hier könnte die Geschichte zuende sein. Ist sie aber nicht.

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Lost in Translation

D.Tenzer| 19. Juli 2009 22:40

Der deutsche Waschmittelhersteller hatte sich eine einfache Werbekampagne ausgedacht. In drei Bildern sollte der Welt die Wirksamkeit ihres Produktes erklärt werden. Von links nach rechts gelesen zeigte das erste Bild einen schmutzigen Wäscheberg. Auf dem mittleren Bild war das Waschmittel abgebildet. Das rechte Bild zeigte wieder den Wäscheberg – diesmal strahlend sauber. In der arabischen Welt brach daraufhin der Umsatz desselben Waschmittels ein. Was die deutschen Marketingstrategen nicht bedacht hatten: Araber lesen von rechts nach links. Für sie machte das Mittel aus sauberer Wäsche schmutzige Wäsche.



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Die Vorbereitung auf den Auslandseinsatz

D.Tenzer| 27. Juni 2009 15:38

Die Vorbereitungsstätte für Entwicklunsghelfer liegt direkt am Rhein.

Die Vorbereitungsstätte für Entwicklunsghelfer liegt direkt am Rhein.

Die alte Villa, der moderne Zweckbau und das parkähnliche Anwesen. Die Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit (VEZ) in Bad Honnef hat den Charme eines Sanatoriums. Gelegen in Bad Honnef und betrieben von inwent (Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH), ist die zentrale Ausbildungsstätte für Fachkräfte, die für deutsche Institutionen ins Ausland reisen.

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ded, EH, EZ, MAP, VEZ – mit freundlichen Grüßen

D.Tenzer| 15:34

„Fass dich kurz” stand früher in großen Lettern auf den Telefonhäuschen - damals als Telefonieren noch ein Luxus war. Sich kurz fassen, das ist heute eine Domäne der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) - und man ist dabei gründlich. Ich bin seit einer Woche ein EH vom ded, der in der VEZ ohne den MAP auf die Ausreise in das Projektland vorbereitet wird. Alles klar? Nö? Gut, dann mal in Reinschrift: Ich bin seit einer Woche als Entwicklungshelfer (EH) beim Deutschen Entwicklungsdienst (ded) unter Vertrag, lebe derzeit in Bad Honnef und besuche die Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit (VEZ), wo ich in einem fünfwöchigen Kursprogramm auf meine Ausreise nach Namibia vorbereitet werde.

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Mein neues Leben XXL

D.Tenzer| 21. Juni 2009 13:43

Jeder kennt diese Tage, an denen sich alles ändert und nichts mehr so ist wie zuvor. Ich meine damit weniger die Kalendertage mit Weltbedeutung, wie etwa der 11. September 2001, sondern die Tage der ganz persönlichen Veränderung. Für mich ist der 21. Juni 2009 so ein Datum. Heute geht mein neues Leben als Entwicklungshelfer los. Im August trete ich eine Stelle als PR-Berater in Windhoek, Namibia an. Dazu bekomme ich ab sofort eine sechswöchige Vorbereitung in der Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit der Gesellschaft für Internationale Weiterbildung und Entwicklung (Inwent) in Bad Honnef.

Die Vorbereitungsstätte für Entwicklungshelfer in Bad Honnef, bis Ende Juli 2009 mein neues Zuhause.

Mitte August besteige ich dann das Flugzeug und fliege nach Windhoek, wo ich die nächsten zwei Jahre namibianische Unternehmen, Institutionen und Behörden aus den Bereichen Tourismus, Gesundheitswesen, Ländliche Entwicklung und  Ressourcenschutz bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen werde. Meine Frau Leila wird mir im Januar 2010 nachfolgen.

Die Christuskirche, eines der beliebtesten Fotomotive von Windhoek.

Die Christuskirche, eines der beliebtesten Fotomotive von Windhoek.

Heute ist also der Tag, an dem ich deshalb mit vielen Gewohnheiten brechen muss. Meine Dauerkarte für Hannover 96 ist gekündigt, ebenso das Fitnessstudio. Kicken im Park mit den Jungs ist vorerst passé, auch das Flanieren auf der Limmerstraße muss pausieren. Dafür gibt es jetzt eine ganzen Sack neuer Erfahrungen und Erlebnisse, die ich hier in  meinem Blog mit Euch teilen möchte. Ab sofort werde ich hier regelmäßig über mein neues Leben XXL berichten.

Afrika und die Weltwirtschaftskrise

D.Tenzer| 23. März 2009 22:19

Nach der Immobilienkrise in den USA und der darauf folgenden internationalen Bankenkrise hält die Welt den Atem an. Experten befürchten für das kommende Jahr die schlimmste Rezession seit der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929. Welche Folgen wird das für Afrika haben? Das Nachrichtenmagazin Africa Report hat dazu führende Wirtschaftsexperten aus Afrika befragt.

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Die EU-Grenzschutzagentur FRONTEX verstärkt Elend in Afrika

D.Tenzer| 22:16

Jedes Jahr treten Zehntausende Menschen von Afrika aus die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer an. Italien, Malta und Spanien sind das Ziel. Europa aber schottet sich gegen die Einwanderer ab. Wer es trotzdem versucht, wird zurückgeschickt. Die europäische Grenzschutzagentur FRONTEX spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie beobachtet die Flüchtlingsrouten und koordiniert die Grenzschutzoperationen. Kritiker werfen FRONTEX vor, das Leben der Bootsflüchtlinge zusätzlich zu gefährden.

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Altkleidersammlung zerstört Textilbranche in Afrika

D.Tenzer| 22:00

Werbeplakate, Fernsehspots und Postwurfsendungen: Appelle,Gutes zu tun, erreichen nahezu jeden Haushalt. Zu den bevorzugten Hilfeaufrufen gehört die Bitte um Kleiderspenden. Jährlich wandern rund 750.000 Tonnen Textilien in die öffentlichen Spenden-Container. Hinzu kommen Direktspenden an kirchliche und soziale Einrichtungen. Insgesamt, so Schätzungen, werden allein in Deutschland jedes Jahr mindestens 300 Millionen Modeartikel gespendet. Doch was mit den ausrangierten Altkleidern tatsächlich passiert, bleibt den hilfsbereiten Gebern in der Regel verborgen. 

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Wahlen in Angola: Absolute Mehrheit für MPLA

D.Tenzer| 21. September 2008 14:39

Am 5. September 2008 konnten die Angolaner ein neues Parlament wählen. Die Wahlbeteiligung lag bei fast 88 Prozent - es waren die ersten freien Wahlen seit 1992. Damals unterlag Jonas Savimbi und seine konservative Rebellenbewegung UNITA der Regierungspartei MPLA. Savimbi wollte das Ergebnis nicht akzeptieren und nahm die Kriegshandlungen wieder auf, die das Land seit der Unabhängigkeit von Portugal im Jahre 1975 im Griff hielten. Dieses Mal bescheerte das angolanische Wahlvolk der MPLA unter der Führung des Präsidenten José Eduardo Dos Santos einen erdrutschartigen Wahlsieg.

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Länderreport Angola

D.Tenzer| 20. September 2008 22:16

Bis 1975 gehörte Angola zum portugiesischen Kolonialreich. Nachdem portugiesische Seefahrer 1483 an der Mündung des Kongo anlandeten, entwickelte sich das Hinterland schnell zum Nachschubgebiet für den Sklavenhandel mit Brasilien. Er sollte bis 1869 beibehalten werden. 1576 wird die heutige Hauptstadt Luanda gegründet. Angola wird offiziell portugiesische Kolonie. Zwischen 1641 und 1648 kontrollierten die Niederländer kurzzeitig das Land. Ende des 19. Jahrhunderts gab es Geheimpläne zwischen England und dem deutschen Reich, Angola untereinander aufzuteilen für den Fall dass Portugal zahlungsunfähig wird. Der Erste Weltkrieg machte derartige Überlegungen zunichte.

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